Pustertal: NonStop

In Umsetzung Aktuelle Einschränkungen

Die Riggertalschleife verbindet die Brennerbahnlinie künftig ohne Umweg mit der Pusterer Bahnlinie. Für den Fahrgast bedeutet dies in erster Linie eine Zeitersparnis von 15 Minuten für die Bahnfahrt von Bozen nach Bruneck.

Mit 3,8 Kilometern Länge, einer rund 190 Meter langen Brücke und etwa 800 Metern Tunnel ist die Riggertalschleife eines der wichtigsten Bahnprojekte der kommenden Jahre und bildet die Grundlage für eine zukunftsfähige, leistungsstarke Mobilität im Pustertal.

Aktueller Stand der Bauarbeiten

Die Bauarbeiten an der Riggertalschleife machen sichtbare und kontinuierliche Fortschritte. Entlang der Pustertalbahn entsteht derzeit ein zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt, das unter äußerst anspruchsvollen Bedingungen umgesetzt wird. Mehrere Tunnelbauwerke, darunter die technisch besonders herausfordernde Unterquerung der A22, sowie die neue Riggertalbrücke werden mit höchster Präzision realisiert.

Ergänzt wird das Gesamtprojekt durch die neue Haltestelle in Schabs, die das Bahnnetz zusätzlich stärkt. Schritt für Schritt entsteht so eine schnellere, leistungsfähigere und noch besser vernetzte Bahnverbindung für das gesamte Pustertal.

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Ergänzend findest du in unseren FAQs weitere Informationen auf einen Blick.

Baustellen-Updates

Riggertal
  • Das Fundament für das Brückenwiderlager wurde fertiggestellt
  • Bau des Eisenbahntunnelportals 
Schabs
  • Die historische Bahnlinie wurde abgerissen, die Aushub- und Stützarbeiten für den Bau der neuen Bahnlinie sind im Gange
  • Oberleitung und Gleisanpassung auf der Bestandsstrecke Richtung Franzensfeste
  • Gleisplan: Anpassung und neue Kreuzungsstelle
Vahrn
  • Neue Unterführung Richtung Vahrner See  
  • Vorbereitungsarbeiten für die Errichtung eines Tunnels unter der Autobahn
Niederdorf
  • Erneuerung der Bahnsteige 1 und 2 am Bahnhof Niederdorf

 

Mehr Bahn, mehr Fahrgäste

Die neue Bahntrasse ins Pustertal mit deutlich attraktiveren Fahrtzeiten tritt künftig noch stärker in Konkurrenz zum privaten Pkw. Ziel ist es, weitere Pendlerinnen und Pendler zwischen Bozen und Bruneck zum Umstieg auf die Bahn zu bewegen.

Meilensteine bis zur Fertigstellung der Riggertalschleife

Südtirol-Takt

Zusammen mit weiteren Bahnprojekten in den anderen Landesteilen Südtirols (Elektrifizierung der Vinschger Bahn, Ausbau Meraner Bahnlinie, Bau des Virgltunnels in Bozen) werden die Voraussetzungen für den „Südtirol-Takt“ geschaffen, einem Taktfahrplan mit noch besser aufeinander abgestimmten Fahrten im Halbstundentakt.

Die Riggertalschleife

Die neue Trasse der Pustertalbahn verläuft zunächst parallel zur Brennerautobahn, die auf der Höhe der Ausfahrt Brixen-Nord durch einen 796 Meter langen Tunnel unterquert wird. Danach führt die Trasse über eine neu errichtete, 189 Meter langen Brücke über den Eisack. Vor dem Erreichen der neuen Haltestelle Natz-Schabs schließt die neue Strecke an die bestehende Bahnlinie Franzensfeste-Innichen an.

Ausgebaut wird außerdem der Bahnhof Brixen. Als Umsteigeknotenpunkt erhält er einen neuen Gleisplan mit fünf Gleisen und vier Bahnsteigen zwischen 240 und 400 Metern Länge sowie barrierefreien Zugängen. Die bestehende Unterführung soll angepasst werden. Teil des Gesamtprojektes ist auch die Wiederinbetriebnahme einer Zughaltestelle in Vahrn. Diese befindet sich derzeit in der Planungsphase und stellt das zweite Baulos dar.

Kurzer Rückblick

Der Ideenwettbewerb für diese Bahnverbindung wurde bereits im Jahr 2008 ausgeschrieben. Mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen RFI, BBT SE und STA – Südtiroler Transportstrukturen AG am 23. Dezember 2015 wurde die STA mit der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie für die Riggertalschleife beauftragt.

2018 hat die STA das Vorprojekt an den italienischen Schienennetzbetreiber RFI übergeben. Das Land Südtirol bleibt über eine Konvention beteiligt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Weshalb braucht es das Projekt der Riggertalschleife?

In ganz Europa wird auf die Eisenbahn gesetzt, um eine Alternative zum Pkw anzubieten. Die stark verkehrsbelasteten Straßen platzen aus allen Nähten. Es ist bereits seit über 20 Jahren ein Anliegen, das Pustertal besser mit der Brennerlinie und damit mit dem restlichen Land zu verbinden. Die Riggertalschleife ist ein zentrales Zukunftsprojekt für die Bahnmobilität im Pustertal. Der neue Streckenabschnitt mit Tunnel und Brücke verkürzt die Fahrzeiten deutlich und verbessert die Anbindung des Pustertals an das überregionale Bahnnetz. Damit wird die Bahn schneller, zuverlässiger und attraktiver für Pendler:innen und Reisende.

2. Bringt die Riggertalschleife eine Fahrtzeitverkürzung?

Für die Strecke zwischen Bozen und dem Pustertal werden künftig 15 Minuten weniger Fahrtzeit fällig. Das bedeutet, dass man in künftig in 1:15 Stunden von Bozen nach Bruneck gelangt.

3. Wer baut diese Eisenbahnverbindung?

Die Bauarbeiten werden vom italienischen Schienennetzbetreiber RFI durchgeführt.

4. Was wurde entlang der Pustertalbahn bereits umgesetzt?

Entlang der Bahnstrecke zwischen Franzensfeste und Bruneck wurde umfassend in eine moderne und zuverlässige Infrastruktur investiert. Insgesamt wurden 27 Kilometer Fahrdraht der Oberleitung erneuert und auf weiten Abschnitten das gesamte Stromsystem modernisiert – mit rund 500 neuen Masten, neuen Verkabelungen und neuen Tragelementen.

Zusätzlich wurde die Kreuzungsmöglichkeit am Bahnhof Vintl wiederhergestellt und mit einer neuen Unterführung sowie Aufzügen ausgestattet, in Mühlbach das zweite Gleis erneuert. Umfangreiche Hangsicherungsarbeiten bei Franzensfeste, Percha und Olang sowie die Erneuerung der Tunnelabdichtung am Ochsenbühel in Aicha erhöhen die Sicherheit entlang der Strecke. In diese Maßnahmen wurden mehr als 10 Millionen Euro investiert – ein wichtiger Schritt für einen stabilen und zukunftsfähigen Bahnverkehr im Pustertal.

5. Welche konkreten Verbesserungen gibt es für Fahrgäste an den Bahnhöfen?

Für die Fahrgäste zeigen sich die Investitionen vor allem an den Bahnhöfen: Insgesamt wurden 13 Bahnhöfe generalsaniert und deutlich aufgewertet. Rund 1.200 Leuchtmittel wurden auf moderne LED-Beleuchtung umgestellt, 3.500 Laufmeter Gehsteigkanten und 7.000 Quadratmeter Gehsteigflächen erneuert. Zudem wurden 7.000 Laufmeter taktile Wege für Menschen mit Behinderung verlegt und 18 Aufzüge neu gebaut oder umfassend modernisiert. Gemeinsam mit den Gemeinden wurden auch Bahnhofsbereiche und Parkplätze verbessert. Mit Investitionen von über 7,5 Millionen Euro entstehen so barrierefreie, moderne und komfortable Bahnhöfe für den Alltag von Pendler, Schüler und Reisenden.

Daten & Fakten
Baubeginn

2024

Maßnahmen

1. Brücke über das Riggertal

  • Länge 189 Meter
  • 75 Meter Höhe über dem Tal
  • maximale Steigung 29,5 Promille

2. Neue Trassenführung unter der Autobahn A22

  • 4 neue Tunnel (längster Tunnel mit 796 Metern)

3. Neue Haltestelle in Natz-Schabs

4. Bestandstrecke Unterpustertal

  • Modernisierungsarbeiten, technische und sicherheitstechnische Arbeiten
  • Einbau Zugleitsystem ETCS
  • Austausch Oberleitung
  • Wiederherstellung Kreuzungsstelle Bahnhof Vintl

5. Umsteigeknotenpunkt Bahnhof Brixen

  • Neuer Gleisplan: 5 Gleise, 4 Bahnsteige (240 bis 400 Meter Länge)
  • barrierefreie Zugänge
  • neue Unterführung und Anpassung der bestehenden Unterführung
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