Mobilitätspreis Südtirol 2025: Die eingereichten Projekte

Im Jahr 2025 wurde der Mobilitätspreis Südtirol überarbeitet: mit aktualisierten Kriterien und der Einführung von drei neuen Kategorien, um die Vielfalt der Initiativen im Land bestmöglich abzubilden. Die Neuerung erwies sich als Erfolg – insgesamt wurden 18 Projekte eingereicht.

Die Auszeichnung, die von der Landesregierung verliehen wird, würdigt Projekte und Initiativen, die dazu beitragen, Südtirol als Modellregion für nachhaltige Mobilität im alpinen Raum zu stärken. Das Reglement sieht drei Kategorien vor:  Schulen und Vereine, Gemeinden und Bezirksgemeinschaften sowie Unternehmen. Diese Einteilung ermöglicht es auch Projekten unterschiedlicher Größe, gleiche Chancen auf Sichtbarkeit und Anerkennung zu erhalten.

Die Einreichfrist für den Mobilitätspreis Südtirol 2026 beginnt im Mai. Nachfolgend werden die im Jahr 2025 eingereichten Projekte vorgestellt:

 

Alpitronic GmbH (1. Platz Kategorie Unternehmen)

Mobilitätskonzept Alpitronic "Gemeinsam können wir die Welt etwas lebenswerter machen

Alpitronic verankert nachhaltige Mobilität nicht nur in den eigenen Produkten, sondern auch in der Unternehmensphilosophie und im Alltag der Beschäftigten.

Um die Verkehrs- und Parksituation am Unternehmensstandort in Bozen zu verbessern, hat das Unternehmen 2024 ein ganzheitliches Mobilitätskonzept ausgearbeitet und seinen Mitarbeitern vier Mobilitätslösungen angeboten. Diese konnten zwischen E-Bike-Leasing, südtirolmobilPass, Mobilitätsbeitrag oder PKW-Parkplatz wählen. Dieses Gesamtpaket wurde 2025 auf weitere Standorte ausgeweitet. Die Möglichkeit einer Gehaltsumwandlung für E-Autos zu vergünstigten Konditionen wurde ergänzt.

 

Residence nature House

Mit Öffis ins nature house

Im Jahr 2024 hat Karin Mühlsteiger in Pflersch ein historisches Gebäude zum nature house umgebaut, einer Residence mit acht Ferienwohnungen, die konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Neben energieeffizienter Sanierung spielt die umwelt-freundliche An- und Abreise der Gäste eine zentrale Rolle.

Gäste, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, erhalten einen Rabatt von 15 % auf den gesamten Aufenthaltspreis. Als zusätzlicher Service werden sie mit dem Elektroauto von Bahnhöfen oder Haltestellen abgeholt. Das Angebot wird aktiv über Website, Social Media und Buchungsunterlagen kommuniziert und macht die klimafreundliche Anreise bewusst attraktiv.

Vor Ort werden gezielt Aktivitäten empfohlen, die ohne Auto und direkt mit Bahn, Bus oder zu Fuß erreichbar sind.

 

Gemeinde Martell (2. Platz Kategorie Gemeinden und BZG)

Nachhaltige Mobilität in der Gemeinde Martell: E-Bike-Verleih und Shuttledienst für Bergfraktionen.

Die Gemeinde Martell im Nationalpark Stilfserjoch fördert nachhaltige Mobilität auch in abgelegenen Ortschaften. In Zusammenarbeit mit der Bürgergenossenschaft Martell 3B wurde ein E-Bike-Verleihsystem aufgebaut, das sowohl Einheimischen als auch Gästen zur Verfügung steht. Geführte Touren in Kooperation mit dem Tourismusverein und Bikeguides ergänzen das Angebot. Zudem verbindet ein Shuttledienst die Bergfraktionen Sonnenberg, Ennetal und Waldberg mit dem Dorfzentrum und dem regionalen ÖPNV, wodurch Einheimische, ältere Menschen und Wanderer Zugang zu zentralen Einrichtungen und Freizeitangeboten erhalten.

Die Maßnahmen werden durch den Ausbau der E-Bike-Infrastruktur, Öffentlichkeitsarbeit, Fahrplaninformationen online und an Haltestellen unterstützt.

 

Protect Our Winters Italy E.O.

Mountain Mobility Alliance

Die Mountain Mobility Alliance wurde 2024 von Protect Our Winters Italien gegründet und vereint vier Südtiroler Skigebiete, die die Mobilität im Wintersport nachhaltiger gestalten wollen.

Ziel ist die Verlagerung des Vekehrs zu den Skigebieten vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel, unterstützt durch gemeinsame Strategien, Erfahrungsaustausch und Best Practices.

Für die Saison 2024/25 wurden bereits neue Buslinien, verbesserte ÖPNV-Takte und Informationskampagnen umgesetzt. Prominente Athletinnen und Athleten wie Simon Gietl und Elisa Platino werben über Videokampagnen und Social Media für die Nutzung von Bahn und Bus.

Ziel der Allianz ist es, bis 2025/26 den moto-risierten Individualverkehr in den Skigebieten deutlich zu reduzieren und die Plattform national auszuweiten.

 

Bürgerkapelle Gries

“Einsteigen, bitte! Die Bürgerka-pelle Gries zeigt, wie Mobilitäts-wende kling"

Die Bürgerkapelle Gries hat am 4. Mai 2025 den Moritzinger Kirchtag und die Erstkommunion in Quirein musikalisch begleitet. Um CO₂-Emissionen zu reduzieren und nachhaltige Mobilität erlebbar zu machen, hat die Kapelle beschlossen, den elektrischen Touristenzug „E-Zugele“ anzumieten, um die Strecke von einer Veranstaltung zur anderen nicht mit dem Auto, sondern gemeinsam mit einem emissionsfreien Verkehrsmittel zurückzulegen.

Ziel des Projektes war es, den Individualverkehr zu reduzieren, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und nachhaltige Mobilität im Stadtgebiet sichtbar zu machen. Die vielen positive Rückmeldungen von Teilnehmenden und Veranstalter bestätigten den Erfolg der Aktion. Zukünftig soll das Konzept bei weiteren Anlässen wiederholt und ausgeweitet werden, etwa bei einem Konzert in Sterzing im August 2025.

 

Volksbank

Social Green Mobility

Social Green Mobility ist ein Projekt des Industrieplans Impact 2026 der Volksbank und wurde ins Leben gerufen, um lokale Organisationen bei sozialen Transportdiensten, medizinischer Betreuung und Rettungseinsätzen durch die Bereitstellung von vollelektrischen Fahrzeugen zu unterstützen.

Bis heute hat die Volksbank den Ankauf von Elektroautos für AVULSS Leifers, Comedicus und Anteas/Agas sowie eines ausgestatteten elektrischen Notarztfahrzeugs für das Weiße Kreuz Südtirol unterstützt.

Zur Messung der Ergebnisse arbeitet die Volksbank mit Triadi (Spin-off des Politecnico di Milano) zusammen und bewertet die sozialen und ökologischen Auswirkungen des Projekts. Das Pilotprojekt mit AVULSS Leifers zeigt bereits konkrete Vorteile, wie mehr Dienstleistungen für die Gemeinschaft und geringere Emissionen.

 

Narrativ

Unterwegs in Südtirol

Das Projekt "Unterwegs in Südtirol" wurde 2016 initiiert und seit 2021 gezielt weiterentwickelt, um Familien zu einer nachhaltigen Freizeitmobilität zu motivieren. Im Mittelpunkt stehen Erlebniswanderungen und Themenwege, die bewusst so konzipiert sind, dass Start- und Endpunkte mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß gut erreichbar sind.

Durch handliche Erlebnisführer, Leitfiguren und begleitende Erlebnistage werden Familien angeregt, attraktive Ausflugsziele in Südtirol ohne Auto zu entdecken.

Das Projekt wurde bereits in mehreren Regionen erfolgreich umgesetzt, und wird weiterhin fortgeführt.

 

BZG Burggrafenamt (1. Platz Kategorie Gemeinden und BZG)

Errichtung von Ladestationen für E-Bikes und E-Autos sowie Mitfahrbänken im Ultental und am Deutschnonsberg.

Von 2020 bis 2024 hat die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt im Rahmen eines LEADER-Projekts die Mobilitätsangebote in fünf Gemeinden im Ultental und am Deutschnonsberg verbessert.

Es wurden 9 Ladestationen für E-Bikes, 5 Ladestationen für E-Autos und 17 Mitfahrbänke installiert. Projektträger ist die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt; die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung mit Gemeinden, Landesämtern, Tourismusvereinen, Jugenddienst und loka-len Firmen. Alle Angebote wurden durch ein einheitliches Corporate Design, Informationsmaterialien, Flyer, Schilder, Karten und Pressearbeit bekannt gemacht. Zusätzlich wurde eine Kommuni-kationskampagne über Medien und Social-Media-Kanäle durchgeführt, um die Nutzung zu fördern.

Das Projekt kombiniert Infrastruktur und Information, stärkt E-Mobilität und Mitfahrgelegenheiten und macht das Gebiet attraktiver und lebenswerter für die Bevölkerung.

 

Pedale Radicale OdV (2. Platz Kategorie Schulen und Vereine)

Die öffentliche Fahrradwerkstatt wird zu einer Freiwilligenorganisation

Pedale Radicale ist eine offene Fahrradwerkstatt, die 2020 in Bozen gegründet wurde. Jeden Dienstag können Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit freiwilligen Helferinnen und Helfern lernen, ihr eigenes Fahrrad zu reparieren.

Das Projekt organisiert kostenlose Workshops zur Fahrradwartung sowie zur urbanen und touristischen Radmobilität und fördert die Reparatur als Lernprozess. Die Werkstatt sammelt gespendete Fahrräder, bereitet sie wieder auf und nutzt für den Materialtransport ein Lastenrad.

Durch Initiativen wie Fahrradspenden für Menschen in schwierigen Lebenslagen, mobile Fahrradwerkstätten und die Teilnahme an Netzwerktreffen wie dem Radtisch von STA Green Mobility macht Pedale Radicale die Fahrradmobilität zugänglicher und sensibilisiert die Gemeinschaft für die alltägliche Nutzung des Fahrrads.

 

Verein Freunde der Eisenbahn

Optimierung der Außendienst-kosten: Strategien zur kosten-günstigen Nutzung von Bahnverbindungen in Italien, Österreich und Deutschland.

Dienstreisen klimafreundlicher und kosteneffizienter zu gestalten. Mit praxisnahen Workshops und Webinaren lernen die Teilnehmenden, Bahnverbindungen in Italien, Österreich und Deutschland optimal zu buchen und so Zeit, Kosten und CO₂-Emissionen zu sparen.

Ergänzt wird das Angebot durch einen umfassenden Leitfaden, Vergleichstabellen verschiedener Buchungsplattformen und konkrete Spartipps, etwa zur Nutzung des südtirolmobil Business Pass. Alle Materialien stehen frei zur Verfügung, sodass das Wissen leicht weitergegeben werden kann.

 

HGV – Service Genossenschaft

Maßnahmenpaket für eine sanf-tere Mobilität im HGV

2024 gründete der HGV das Green Team, um die betriebliche Mobilität Schritt für Schritt nachhaltiger zu gestalten. Ziel ist es, Mitarbeitende verstärkt zum Umstieg auf Fahrrad, ÖPNV und E-Mobilität zu motivieren.

Zu den konkreten Maßnahmen zählen: gesicherte Fahrradabstellplätze, E-Bikes für Außentermine, Pool- und Dienstfahrzeuge mit Elektro- und Hybridan-trieb, Unterstützung bei der Nutzung von Carsharing-Flotten, 19 südtirolmobil Business Pässe für Dienstfahrten, Rückerstattung von bis zu 100 Euro für ÖPNV-Kosten der Mitarbeitenden, Teilnahme an „Südtirol radelt“, Bus- und Zugtickets für Team-Events sowie Aktionen wie der „Tag der nachhaltigen Anfahrt“.

Die Zielgruppe des Projekts sind in erster Linie die rund 260 Mitarbeitenden in den fünf HGV-Büros. Durch die externe Kommunikation setzt das Projekt zudem ein Vorbildsignal für potenzielle neue Mitarbeitende und die rund 4.500 Mitgliedsbetriebe im Hotel- und Gastgewerbe.

 

Ökoinsitut

Nachhaltige Mobilität als gelebte Unternehmenskultur

Am Ökoinstitut Südtirol ist nachhaltige Mobilität Teil des Alltags. Arbeitswege und Dienstreisen erfolgen zu Fuß, mit dem Fahrrad, Bus, Bahn oder E-Carsharing. Mitarbeitende nutzen Betriebsfahrräder, Duschen und erhalten bis zu 500€ jährlich für den Südtirol Pass.

Homeoffice und flexible Arbeitszeiten reduzieren unnötige Fahrten.

Nachhaltige Mobilität endet nicht an der Bürotür: Kunden, Partner und Referenten werden für klimafreundliche Anreisemöglichkeiten sensibilisiert. Mobilität ist zudem integraler Bestandteil der Beratung zu Umwelt- und Klimaschutz, CO₂-Bilanzen, Zertifizierungen und Klimastrategien.

 

Schulsprengel Algund (1. Platz Kategorie Schulen und Vereine)

Kreativwettbewerb „Ich und mein Fahrrad sind eins!“ in der Mittelschule Algund

Im Schuljahr 2023/2024 rief der Schulsprengel Algund gemeinsam mit der Gemeinde Algund den Kreativwettbewerb „Ich und mein Fahrrad sind eins!“ ins Leben. Ziel war es, 170 Schüler der Mittelschule Algund für das Thema Fahrradmobilität zu begeistern und die Freude am Radfahren zu stärken. Die Teilnehmenden konnten einzeln, in Gruppen oder als Klasse kreative Beiträge einreichen – von Texten, Gedichten und Bastelarbeiten bis zu Videos oder Songs. Die besten Beiträge wurden am 10. Mai 2024 im Peter Thalguterhaus präsentiert und prämiert.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Schulleitung, Lehrkräften, der Gemeinde Algund, der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, STA Green Mobility und Kiwitree Films umgesetzt.

 

ANMIC Südtirol

Mobilität für alle

Die ANMIC Südtirol setzt sich für barrierefreie Mobilität in Südtirol ein. Ziel ist, dass Menschen mit Behinderung, ältere Menschen oder Eltern mit Kinderwagen den öffentlichen Verkehr selbstständig und sicher nutzen können.

2024 startete die Kampagne „Mobilität für alle“ gemeinsam mit südtirolmobil. Sie zeigt reale Alltagssituationen und vermittelt einfache Regeln: Hilfe anbieten, Sitzplätze freihalten, Rücksicht nehmen.

Die Botschaften wurden auf Bildschirmen in Niederflurzügen, Social Media und in der Presse verbreitet.

Die Kampagne baut auf Befragungen, Sensibilisierung und Maßnahmenpaketen auf, die die Barrierefreiheit in Zügen und Bahnhöfen verbessern. Sie zeigt, dass inklusive Mobilität keine Ausnahme, sondern gelebte Praxis sein kann.

 

Würth Srl (2. Platz Kategorie Unternehmen)

Würth Smart Mobility

Das Projekt „Smart Mobility“ reagiert auf die Mobilitätsbedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standorts Würth in Neumarkt. Die Initiative geht auf eine im November 2023 durchgeführte Zuhör- und Befragungskampagne zurück, mit der die Pendelgewohnheiten zwischen Wohn- und Arbeitsort analysiert wurden. Würth verfolgt dabei einen datenbasierten Ansatz und nutzt die Ergebnisse des Fragebogens, um gezielte Maßnahmen zu definieren.

Das Projekt wurde im Januar 2025 gestartet und läuft über das gesamte Jahr. Es umfasst eine direkte Rückerstattung von 50 % der Kosten für den Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln, kostenloses Laden am Unternehmensstandort für Elektro- und Plug-in-Fahrzeuge bis zu 120 kWh pro Monat, den Ausbau des betrieblichen Shuttle-Services zu vergünstigten Konditionen, die Nutzung einer Carpooling-App unter Kolleginnen und Kollegen sowie die Möglichkeit, zwei Tage pro Woche im Homeoffice zu arbeiten.

 

GKN Sinter Metals

SinterGoesGreen

Im Jahr 2024 wurde bei GKN Sinter Metals in Bruneck auf Initiative einiger Mitarbeiter ein Mobility Team gegründet, mit dem Ziel, die betriebliche Mobilität schrittweise nachhaltiger zu gestalten. Das siebenköpfige, bereichsübergreifende Team setzt auf Sensibilisierung, Beteiligung und konkrete Maßnahmen, um Mitarbeitende zum Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu motivieren.

Zu den im Rahmen des Projekts "SinterGoesGreen" umgesetzten Maßnahmen zählen eine Mobilitätsumfrage, neue überdachte Fahrradabstellplätze mit Photovoltaikanlage, Betriebsfahrräder, Hybrid-Firmenfahrzeuge, Ladeinfrastruktur für E-Autos und E-Bikes, ein Schichtbus zu abgestimmten Arbeitszeiten sowie Duschen und eine Fahrradservicestation für Radpendlerinnen und Radpendler.

Ergänzt wird dies durch eine gezielte interne Kommunikation und die Integration von südtirolmobil Fahrplaninformationen über Bildschirme im Betrieb. Weitere Maßnahmen befinden sich in Planung, darunter die Einführung einer Carpooling-App, zusätzliche Fahrradabstellplätze in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, die Verbesserung sicherer Radverbindungen zur Industriezone sowie weitere Anreize zur Förderung nachhaltiger Mobilität im Arbeitsalltag.

 

FREI-ZEIT Silke Kuhfeldt

Mit Bus und Bahn bleibst du Elan

Silke Kuhfeld ist Freizeitbegleiterin und seit 2024 selbstständig tätig. Dabei nutzt sie konsequent öffentliche Verkehrsmittel wie Bus, Bahn und Seilbahn.

In ihrem Arbeitsalltag begleitet sie vor allem junge Menschen mit Beeinträchtigungen und unterstützt sie dabei, selbstständig mobil zu werden. Die Teilnehmenden lernen, Bus und Bahn eigenständig zu nutzen, sich am Bahnhof zu orientieren, Tickets zu kaufen und barrierefreie Ausflüge zu organisieren – auch mit Unterstützung von Assistenzdiensten.

Darüber hinaus begleitet sie ältere Menschen, auch in abgelegene Wohnorte, und stärkt so das Vertrauen in die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Gleichzeitig entlastet sie Familien und fördert eine nachhaltige Mobilität.

 

Chor novAntiqua Brixen EO

"Musik in vollen Zügen" novAn-tiqua unterwegs

Das Projekt „Musik in vollen Zügen – Novantiqua unterwegs“ wurde 2024 vom Chor novAntiqua Brixen umgesetzt, um kulturellen Austausch mit nachhaltiger Mobilität zu verbinden. Im Fokus standen zwei Zugreisen durch Südtirol, auf denen der Chor an besonderen Orten von Glurns bis Innichen auftrat – im Zug, in Bahnhofshallen, Kirchen, Pavillons und auf öffentlichen Plätzen. Die musikalische Auswahl und an die 50er-Jahre angelehnte Kleidung unterstrichen das Motto des langsamen, bewussten Reisens.

Die Zugfahrten wurden dokumentiert: Kurzfilme und Fotos illustrierten, wie größere Gruppen komfortabel und umweltfreundlich unterwegs sein können. Im Oktober 2024 präsentierte der Chor die Ergebnisse in einer Konzertreihe in Bruneck und Brixen, bei der Bild, Ton und Moderation zu einem Gesamterlebnis verschmolzen.

Push-Nachrichten erhalten

Erhalte Benachrichtigungen zu deinen Haltestellen und Linien. Diese Einstellung kann über den Browser jederzeit deaktiviert werden.